Friday, 11 January 2008

Greymouth - TOM

Fahren in NZ ist einfach ein Erlebnis, um jede Ecke lauert ein Blickfang und die Strasse haelt einen mit scharfen Kurven alert und bei Laune. Ueberleben ist immer wieder der ultimative Adrenalin-Kick! =)


Hmmm - sollte ich doch nochmal ernsthaft ueber ein Body-Tattoo nachdenken?! Garantierter Mama-Schocker und bleibendes Reiseandenken...


Ein total suesses Urlaubshaeuschen (nz.: Bach), gesehen in einem Dorf namens Charlston.


"Baum" vor dem Haeuschen. Aufgenommen gegen 08:30, noch mit Morgentau bedeckt.


Leider bevoelkter Hintergrund, doch wunderschoene grosse Blumen, ueberall wild entlang der Westkuesste.

Hm, habe mich in Greymouth mit Tom getroffen. Einem Iren, den ich ca. 2 Monate vorher in Paekakariki kennen gelernt habe. Er hatte dort ein Vorstellungsgespraech. Will hier in NZ leben und arbeiten, der Arme war schon am aufgeben, da so zimlich alles schief gegangen ist was geht. Doch nun ist er wieder im Aufwind. Neues Jahr, neuer Job, neue Liebe. (Nein, nicht mich. =)
hat gefragt ob wir zusammen reisen sollen, bevor er seinen Job anfaengt. Unsere Fussspuren im Sand ...


Abel Tasman National Park

Der Abel Tasman National Park ist bekannt fuer seine goldenen Straende, geformten Granitfelsen und seinen welt-beruehmten Kuestenwanderweg. Also nichts wie hin, dachte sich Klein-Julchen und ist total "abgesoffen". Drei Tage Regen und den Zeitdruck im Nacken, mit einem Freund in Greymouth ein Treffen vereinbart zu haben...

Doch trotzdem war es wunderschoen. Regenwald im Regen - hat so eine ganz eigene Stimmung und haelt Muecken- und Touristenschwaerme fern!


Aufgrund beschraengten Zeitbudgets habe ich ein Wassertaxi gebucht, dass mich um 08:00 von Marahau zur Barks Bay gefahren hat. Von dort aus bin ich 2 Stunden zurueck zur Torrent Bay gelaufen, abgeholt und zurueck nach Marahau gebracht worden. Diese Strecke ist laut dem Lonley Planet der schoenste Abschnitt des Wanderweges, der bis zu vier Tage in Anspruch nehmen kann.



Unterwegs haben wir viele Zelte und Kayaks gesehen, da die Strecke auch vom Wasser her sehr gerne bereist wird. Dabei kamen Erinnerungen an einen Faltboot-Ausflug zurueck, den ich einst mit meiner Mutter unternommen habe. Ebenfalls mit Zeltuebernachtung und Regen.


Viele der spektakulaeren Aussichten kommen auf den Fotos aufgrund der Wolken nicht zum Ausdruck, doch dieser macht sich ganz gut. =)


'Action' - Hoehepunkt des sehr bequem zu gehenden Weges.


Feucht, glitschig und einfach wunderschoen, von einem tiefen Jade-Gruen. Tropische Pflanzen, unglaublich klares Wasser und tausend Urwaldgeraeusche!

Habe den Walk sehr genossen, mich hernach umgezogen und bin meinem naechsten Ziel entgegen gefahren. An dem Abend hatte ich allerdings Pech. Habe ein kleines Hostel vorgebucht, damit ein Bett fuer die Nacht gesichert ist und bin trotz Auflistung im BBH-Guide und ansprechender Beschreibung im Lonley Planet in einer totalen "Trucker-Absteige" gelandet. Stolze $23 fuer Moskitos ueberall, angebrante toepfe in der Kueche und schmuddelige Betten... naja, der Ort heisst BERLINS! =)

Sunday, 6 January 2008

Seehunde!!!

In einer versteckten Bucht in der Golden Bay am Farewell Split habe ich sie gesehen...


... ganz nah, ohne Zaun, ohne Menschenmassen, entspannt in ihrem natuerlichen Umfeld.


Oh, ist der nicht suesss?!


Der Koenig ueberschaut sein Reich...


... und meine Memory-Card ist voll. So eine Sch...!

Wahnsinn, was fuer ein Tag! Bin am Morgen vom "The Innlet", meinem heimelig schoenen Hostel mit nem Fahrrad aufgebrochen und 15 km zu besagter Bucht geradelt. Vom Parkplatz an den Strand gewandert, ueber samfte Duennenwellen zur Brandung. Dort lagen zwei schlaefrig faule Seehunde und dann... um die Felsnase und da war sie, eine ganze Kolonie mit min. 10 schwazen Gefaehrten, in der Brandung und auf Felsen verteilt.

Auch der Regen auf der Rueckfahrt, konnte mein glueckliches Gemuet nicht mehr trueben. :o)

Golden Bay

Briefkaesten in Deutschland sind eine ernste Angelegenheit, repräsentieren sie doch, wie die gesammte Front des Hauses, nach Aussen.

Briefkaesten in Neuseeland sind eine persoehnliche, kreative Angelegenheit und waeren es wert, einen Bildband darueber zu erstellen. Ungleich zu Deutschland sind ca. 20 % fertig gekauft, waehrend 80 % individuell gefertigt zu sein scheinen.

Vom windschiefen Vogelkasten hin zum liebevoll detaillierten Miniaturhauschen.


Das kristallklare Wasser der Pupu-Spring, baden verboten...

Auf dem Parkplatz der Springs habe ich einen interessanten "Vogel" kennengelernt. Ein "Kiwi", der Kaffee auf Parkplaetzen nahe von Attraktionen anbietet.



Er hat die Lebensphilosophie, "Jeder ist seinens Glueckes Schmied!". Ueberhaupt hat im Leben wenig mit Glueck sondern viel mit harter Arbeit und Zielen zu tun. "Du bist heute deine Gedanken von Gestern. Morgen wirst du deine Gedanken von heute sein." Er hat frueher in Christchurch gearbeitet, haben ihn Leute gefragt, was er uebers Wochenende vor hat, war seine Antwort: "Mit meiner Jacht vor dem Abel Tasman National Park kreuzen und mit einem Freund ne Kiste Bier trinken." Woraufhin diese Leute ihn beneidet haben und ihn 'gluecklich' nannten. Was ihn stoert. Die Jacht hat er in drei Jahren mit harter Arbeit abbezahlt und auch die Kiste Bier wurde im Schweisse seines Anfgesichts verdient. Selbiges hat seiner Meinung nach wenig mit Glueck zu tun. Sein letzter Job war, als Skipper mit zahlenden Gaesten vor der Kueste zu kreuzen. Doch die Belastung, fuer all diese Leben verantwortlich zu sein wurde ihm zuviel, so dass er die Jacht verkauf hat. Von den Erloesen wurde der obige Truck und Ausstattung erworben. Zusammengebaut hat er alles selbst. Ohne Bussinesplan und sonstigen Firlefanz. Entwickeln sich die Dinge wie gewuenscht, ist er bald Unternehmer einer Flotte aehnlicher Fahrzeuge, die landesweit operieren. Ein neues Boot hat er schon wieder...

Reiseeindruecke...

entstanden nahe Takaka.

Felsen geformt wie die Kralle eines maechtigen Raubtieres.


Blick von Hawk's Look Out.


nahaufnahme eines Baumes. Bin sicher da sitzt ein Vogel drin, konnte ihn nur nicht richtig anzoomen.

Ein Kindheitstraum...

In Upper Motueka hat sich ein Schreiner aus Deutschland seinen Kindheitstraum verwirklicht, mit einem grossen Stueck Land, drei Tipis und jeder Menge Accessoires:


Der handgemachte Totem-Geier, der einenen an der Auffahrt begruesst. Der Blick scheint zu sagen, "Mach keinen Scheiss Alter!"


Man naehert sich dem Dorf...

meine "einladende" Unterkunft fuer die folgende Nacht. Mit Feuerstelle im Tipi!!! Eigentlich wollte ich zwei Naechte bleiben und war bei meiner Ankunft auch schwer begeistert, hatte ich mir in Kindertagen doch auch immer das Haar schwarz faerben und Indianer im Tipi sein wollen...

... doch man wird aelter und gesetzter und die "Sanitaeren Einrichtungen" waren mir dann doch zu Einfach. Eine nacht Abendteuer und zurueck in die Zivilisation, um als Ueberlebende berichten zu koennen!


Die romatisch verwachsene Gemeinschafthuette, mit Kueche und Bad.



Romantische Rosen und allerlei andere wunderschoene Gewaechse, liebevoll angepflanzt, war diese "Wiese" vor 10 Jahren doch noch eine Schaffwiese!


Zurueck zur Natur oder nicht, nach dem gebechert wurde, will man nicht ueber Zeltschnuere stolpern, daher formschoene "Gartenbeleuchtung"!


Versteckt das Haus unseres Hosts.


Zelte, fuer die High-Tech Normaden von heute.


Zentrale Feuerstelle mit Dorfhund darf natuerlich nicht fehlen - um das Bild abzurunden.

Eine magische Holzkralle am Eingangsbereich zur zeremoniellen Schwithuette, in der noch heute rituelle Handlungen nach Vorgaben der Dakota-Kultur zelebriert werden.


Das Totem hinter der Schwitzhuette.


Besagte Hutte, im prallen Sonnenlicht eher unbeeindruckend.

Mahana Homestead Lodge

Die Mahana Lodge wunderschoen in den Marlborough Sounds am Queen Charlotte Track gelegen. Das Foto zeigt nicht die Eigentliche Lodge sondern das Haus der Hosts. Mit Baujahr 1875 eines der aeltesten Haeuser in den Sounds.

2002 von den heutigen Besitzern erworben und in muehsamer Kleinarbeit innerhalb von drei Jahren renoviert ist es eine Augenweide. (Der Bau des eigentlichen Hostels hat im Vergleich nur drei Monate gedauert.)




Der Urwald, der die Lodge umgiebt. Mit gezaehmtem Garten im Vordergrund.

Feucht und warm, ideales Orchideen-Wetter, auch wenn der Host entschuldigend hinzufuegt, diese seien ein Schatten ihrer selbst, im Ausbluehen begriffen.


Schlechtes Wetter oder magische Stimmung ueber den Sounds...

Abschied von der Nord Insel

Letztes Kaeffchen mit Andrea im kaffee eis an der Promenade in Welly...

... mit einem besonders motiviertem Kellner. Nachdem ich spaeter hemmungslos mit dem Boy von Wendy's (Eiscafe) gefliertet habe, war Andrea sicher dort nie mehr auftauchen zu koennen, zumindest nicht mit mir. Die Scham der Schande war zu gross...


Meine Faehre, die Bluebridge! Guenstiger als die stylische Interislander. ;o)


Ein letzter Blick auf Wellingtons nicht sonderlich beeindruckende Skyline.


Wellingtons Parlament, auch Bienenstock genannt. Wenn die Politiker sich man auch manch andere gute Eigenschaft eines Bienenvoelkchens abschauen!


Huebsche Felsen an der Ausfahrt.

Mitreisende, bemitleidenswert zusammengefercht, ueber Stunden in der prallen Sonne!


Die Nordinsel, mit zunehmender Entfernung in einen geheimnisvollen Schleier gehuellt.


Die Marlborough Sounds liegen in ihrer ganzen Schoenheit vor uns und wollen endeckt werden...


Hmmm, so schoen wie in den Bildbaenden und herrlich einsam...


... abgesehen von den vielen kleineren und groesseren weissen Booten.